Google for Jobs – Bedeutung für das Recruiting

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Seit Mai 2019 ist Google for Jobs in Deutschland aktiv und hilft Suchenden, passende Vakanzen in der Nähe zu finden. Das Angebot war zu Beginn spärlich, viele Karriereseiten mussten erst für den Google-Algorithmus optimiert werden. Was hat sich seitdem getan?

Ein großer Vorteil: Namenssuche

Wer sich regelmäßig nach neuen Herausforderung umsieht, wird in den letzten zwei Jahren einen bemerkenswerten Trend festgestellt haben: Unternehmen bezeichnen Vakanzen mit den abenteuerlichsten Namen, um deren individuellen Anspruch herauszustellen. Das ist weder nützlich für die Suchmaschinenoptimierung, noch sehr benutzerfreundlich.
Google erfasst jedoch durch seinen Algorithmus die unterschiedlichen Bezeichnungen und Attribute einer Stelle und kann so Positionen einer bestimmten Gruppe und Anfrage zuordnen.

Wie funktioniert der Google Algorithmus?

75 % aller Jobsuchen beginnen bei Google. Auch die präsente Platzierung der zusammengetragenen Jobanzeigen sollten für Unternehmen ein Grund sein, das eigenen Karriereportal möglichst für den Google Crawler zugänglich zu machen. Wie geht der Crawler vor?
Durch Suchalgorithmen werden Unternehmensseiten nach Stellenangeboten durchsucht, die Daten zusammengefasst und auf einer eigenen Oberfläche kompakt wiedergegeben. Dabei lassen sich die verschiedenen Stellenangebote nach Kategorien wie Standort, Datum der Veröffentlichung, Branche u. v. m. filtern. Entscheidend für die Suche ist, dass Google for Jobs nach den Anzeigen, jedoch vor Suchergebnissen der Unternehmensseiten selbst angezeigt wird. Die Teilnahme an Google for Jobs ist für Unternehmen und Arbeitssuchende kostenlos. Bedingung ist jedoch, dass Unternehmen die Stellenangebote auf ihrer Website so gestalten, dass Googles Suchalgorithmus die Stellen klar erfassen kann, Daten kombinieren und auf der eigenen Oberfläche wiedergeben kann. Das geschieht durch kleine Modifikationen im Quellcode einer Karriereseite.

Mehr Daten – mehr Sichtbarkeit

Daten sind hierbei das Stichwort. Durch eigene Recherche fügt Google den Stellenanzeigen weitere Informationen zu, die für die Suche relevant sind. Unternehmen haben ebenfalls die Möglichkeit, durch bestimmte Angaben, wie zum Beispiel das Gehalt, eine höhere Sichtbarkeit der Anzeigen zu erzeugen. Sollten Unternehmen diese Angaben nicht freiwillig machen, greift die Suchmaschine auf vergleichbare Informationen von anderen Seiten zurück, um diese Informationen für Interessenten zur Verfügung zu stellen. Für Unternehmen ist es von Vorteil mit Google zusammenzuarbeiten und Informationen für die Datenerfassung bereitzustellen, um von einer höheren Sichtbarkeit zu profitieren. Diese Kooperation wird unter anderem auch mit der Möglichkeit belohnt, sich als Bewerber direkt mit dem Stellenportal der Website zu verbinden. 

Wie bewerten wir diese Entwicklung?

Auch Arbeitssuchenden und potenziellen Kandidaten bietet Google for Jobs viele Vorteile. Ohne lange Suche werden Informationen über potenzielle Stellen und Arbeitgeber kompakt und übersichtlich gebündelt und dargestellt. Durch einen einfachen Bewerbungs-Button gelangt man als Bewerber direkt zum Stellenportal des jeweiligen Unternehmens. Die Reichweite der Bewerbung ist dabei sehr hoch. 

Vor allem im Recruiting kann die Stellenausschreibung zur Herausforderung werden, wenn die Daten nicht entsprechend auf der Unternehmenswebsite aufbereitet sind und Stellen deswegen möglicherweise gar nicht erst angezeigt werden. Nach zwei Jahren ist die Vielzahl an vorhandenen Stellen beeindruckend und die Auswahl für potenzielle BewerberInnen enorm. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Gut optimierte Jobanzeigen erhalten eine präsente Platzierung, jedoch nimmt damit auch der Handlungsdruck der Unternehmen zu. Neue Trends sollten immer genau betrachtet und im Sinne des bereits vorherrschenden Konkurrenzkampfs um begehrte Talente abgewogen werden.

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Maria Günther

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