War for Talents – Der Konkurrenzkampf im Recruiting

Veröffentlicht am von Maria Günther

Am 11. Juli 2019 findet in der Universität Leipzig ein Informationstag zum Thema „Berufseinstieg IT“ statt. Unter dem Motto „Jagd auf ITler“, stellen sich verschiedene IT-Dienstleister den zukünftigen Absolventen der Universität vor. Wir klären zu diesem Anlass auf, wie Absolventen gute von schlechten Personalvermittlern unterscheiden können. Passend zum Framing der Veranstaltung sprechen wir diese Woche über den War for Talents.

Unsere Gesellschaft spricht gern in Allegorien. Wir sprechen von der „Jagd auf ITler“, dem „War for Talents“, dem „Kampf um Arbeitskräfte“ und meinen damit eigentlich nur eins: den Fachkräftemangel. Bereits letzte Woche haben wir im Zuge des 28. Cyber Security Tages in München, über die schwerwiegenden Folgen des Fachkräftemangels  für die deutsche Wirtschaft gesprochen. Auch in den Unternehmen wird die Suche nach Talenten, besonders im MINT-Bereich, deutlich spürbar. Bewerben und sich finden lassen ist so einfach wie nie zuvor. Problematisch ist auch: junge, gut ausgebildete Mitarbeiter langfristig und nachhaltig für eine offene Stelle zu gewinnen, ist so schwierig wie noch nie. Das sorgt für den sogenannten „War for Talents“, wie ihn der Autor Steven Hankin in einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company  im Jahr 1997 erstmals verwendete. Durch unterschiedliche Faktoren, wie dem demografischen Wandel, dem zunehmenden globalen Wettbewerb und  einem Wertewandel in der Gesellschaft wird das Besetzen von Stellen, die eine hohe berufliche Qualifikation erfordern, zu einer echten Herausforderung. Unternehmen konkurrieren untereinander um qualifizierte Fachkräfte. Vor allem im IT-Bereich ist dieser Kampf besonders groß. Durch die Digitalisierung und neue Wege der Personalgewinnung, verlagert sich die Suche nach neuen Talenten vorrangig in die Sozialen Medien. Das Social Media Recruiting ist dabei eine effektive und noch (relativ) neue Methode, um Talente und Fachkräfte auf den suchenden Arbeitgeber und die zu besetzende Stellen aufmerksam zu machen. Für Unternehmen ist dabei entscheidend, eine hohe Präsenz und Sichtbarkeit zu generieren. Die Vorteile des SocialMedia Recruiting sind dabei der direkte Kontakt und Dialog mit einer klar umrissenen Zielgrunppe, was dazu beiträgt, den Bewerbungs- und Recruitingprozess hinsichtlich Schnelligkeit und Transparenz nachhaltig zu verändern. Der Konkurrenzkampf der Recruiter um hochqualifizierte Talente ist hier besonders spürbar. Wechselwillige Kandidaten legen viel Wert auf einen persönlichen Austausch, auch wenn er über Social Media und Business Plattformen erfolgt. Sie wollen sich nicht als Ware im Recruiting-Prozess verstanden sehen, sondern als Talente mit individuellen Ansprüchen, Wünschen und Bedürfnissen. Im Zeitalter einer digitalen Welt und eines globalen Arbeitsmarktes ist es entscheidend, Recruiting neu zu denken und zu verstehen. 

Um bei den Allegorien zu bleiben: Die Zeiten der Fließbandarbeit im Recruiting ist vorbei und wir kehren wieder zurück zum Recruiting als Manufaktur-Prozess, in dem Individualität, Feinheit und Passion ausschlaggebend für den Erfolg und die Nachhaltigkeit der eigenen Arbeit sind.

Wir haben uns hierbei zur Aufgabe gemacht, dass der Austausch zwischen Kunden und Kandidaten auf Wertschätzung, Respekt und Offenheit beruht und ebnen den Weg für eine zufriedenstellende Zusammenarbeit auf allen Seiten. Lesen Sie hierzu auch mehr auf unserer Webseite zu unseren gelebten Werten: Philosphie und Wertekontext unserer Arbeit